Mai 2004

1. Tag:

Nach unserer Ankunft im Hotel Sama müssen wir natürlich erst einmal unseren Urlaubsort Pythagorion erkunden.
Wir schlendern durch die Gassen, beobachten das bunte Treiben am Hafen und fühlen uns einfach rundum wohl.

2. Tag:

Nicht zu fassen, es regnet ! Trotzdem bummeln wir wieder an den Hafen und retten uns bei jedem Schauer in einen anderen
Souvenirladen. Nachmittags gibt es wieder strahlendes Urlaubswetter.

Wir spazieren hinauf zum Kloster Panagia Spiliani und genießen die herrliche Aussicht auf Pythagorion (und die Landebahn des Flughafens…).

3. Tag:

Etwas unruhig verlassen wir morgens unser Hotel: Wir haben über das Internet einen Mietwagen reserviert – na hoffentlich klappt das… Gleich darauf große Erleichterung: Wir werden von Sandy wie alte Bekannte begrüßt, die Formalitäten sind blitzschnell erledigt, das Auto ist einwandfrei und der Tank randvoll ! Dann kann’s ja losgehen!

Über Mytilinii fahren wir zur Nordküste, bummeln eine Runde durch Kokkari und fahren weiter ins Nachtigallental. Dort wandern wir ein wenig auf alten gepflasterten Maultierpfaden, bevor wir unserem kleinen Auto die Serpentinen nach Manolates zumuten, um bei „Loukas“ Mittag zu essen.

Nach dem von Loukas gespendeten Souma gerade noch fahrtüchtig, geht es weiter zum Potami-Beach. Nach kurzer Zeit geben wir den Versuch auf, bei der recht kräftigen Brandung zu baden und gönnen uns lieber ein Nickerchen im Schatten eines Baumes.

Ausgeruht wandern wir dann das Potami-Tal hoch, bis wir auf eine abenteuerliche Holztreppe stoßen. Die Neugier siegt und wir wagen den Aufstieg und auch den Abstieg über rutschige Felsplatten auf der anderen Seite – mit der Erkenntnis, dass man, um die Wasserfälle zu sehen, auf jeden Fall ins Wasser muss…

Wir folgen der Insel-Ringstraße weiter bis Koumaradei und geniessen in der Taverne „To Balkoni“ die herrliche Aussicht und einen Kaffee, bevor die „Inselrundfahrt“ (im wahrsten Sinne des Wortes) mit dem Rückweg nach Pythagorion zu Ende geht.

4. Tag:

Nach dem Frühstück machen wir uns auf zur Bushaltestelle und lassen uns nach Samos-Stadt chauffieren.
Wir bummeln über den kleinen Wochenmarkt an der Agios Spyridon-Kirche und betreten dann erwartungsvoll das Archäologische Museum.

Erstaunlich, was so alles aus der samiotischen Erde „ausgebuddelt“ wurde: Winzige bis riesige Opfergaben aus allen (damals bekannten) Ländern rund ums Mittelmeer, Statuen, Reliefs, Haushaltsgegenstände und natürlich der fast 5 Meter hohe „Kouros“, die Statue eines nackten Jünglings, an dem mich aber (altersbedingt ?) besonders die rechte Faust mit dem unglaublich exakt gearbeiteten Daumen fasziniert.

Erschöpft von so viel Kultur genehmigen wir uns erst mal einen Frappé im schön schattigen Stadtgarten-Café, bevor wir die „Einkaufsmeile“ bis zum Fährhafen unsicher machen. Souvenirläden wechseln sich mit Boutiquen, Antiquitätenhändlern und Schmuckgeschäften ab, eine schöne Mischung für einen Einkaufsbummel. Besonders angetan hat es uns ein Haushaltswarenladen in dem es eine gigantische Auswahl für das heimische Tortenbacken gibt: Backformen in allen Größen und Motiven, bunter Zucker, Deko-Mickymäuse, Schablonen für die Verzie

Anschließend legen wir an einem kleinen Strand ein Päuschen und Sonnenbad ein.

Auf dem Rückweg sehen wir, dass im Hafen gerade eine große, moderne Fähre beladen wird. Das Auslaufen wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen, also nehmen wir auf der Terrasse des Hotel „Samos“ Platz und beobachten bei leckeren Sandwichs und frischem Orangensaft, wie die Fähre den riesigen Anker lichtet, im Hafenbecken eine 180°-Wendung auf der Stelle macht und -für deutsche Verhältnisse- recht flott aus dem Hafen dampft.

Die Rückfahrt im Bus verbringen wir auf der Ausstiegstreppe sitzend. Immerhin durften wir nach einem kurzen „Gespräch“ zwischen Fahrer und Schaffner doch noch in den vollbesetzten Bus einsteigen…

5. Tag:

Mit dem Bus fahren wir Richtung Ireon, steigen am Heraion aus, bummeln über das Ausgrabungsgelände und bewundern die fein verzierten Säulenreste, die Gipsnachbildung der Geneleos-Gruppe (und der „einsamen Füße“) und natürlich die heute etwa noch 10 Meter Colonna-Säule.

Anschließend spazieren wir nach Ireon hinein, durch das Ufersträßchen bis zur Platia am Meer, wo wir uns „dringend“ in der Plori Bar bei einem Frappé erfrischen „müssen“. In einem bequemen Sessel, die Füße auf der Ufermauer, beobachten wir die hereinschwebenden Flugzeuge – herrlich !!!

Weiter geht es am Fischerhafen vorbei zum Papas-Beach. Wir machen es uns auf einer kleinen Terrasse gemütlich, klettern ab und zu zum Strändchen hinunter und wagen uns ins ziemlich „frische“ Wasser. Später gönnen wir uns noch ein kleines Mittagessen und werden von Papa Kostas zu seinem Namenstag mit Pralinen verwöhnt.

Den Rückweg nach Pythagorion wollen wir zu Fuß bewältigen.
Wir spazieren am Strand entlang, überqueren den Imvrassos von Stein zu Stein springend, kämpfen uns durch Gestrüpp und an einem „duftenden“ Ziegenstall vorbei, klettern am Rand einer ans Meer gebauten Terrasse entlang (Na ja, da der Herr auf der Terrasse unseren Gruß freundlich erwidert, kommt das wohl entweder selten oder ständig vor…) und erreichen irgendwann den etwas bequemeren Strandweg, der uns nach Potokaki und auf die Straße nach Pythagorion führt.

6. Tag:

Das Wetter ist strahlend schön und recht windstill – beste Voraussetzungen für eine angenehme Bootstour. Wir klettern auf Vassili’s frisch geputztes Boot „Agia Thekli“ und suchen uns ein Plätzchen unter dem Sonnendach. Am Bug sitzen bereits 2 Skandinavierinnen, etwas später kommt noch ein deutscher Herr dazu. Bald legt Vassilis ab und wir tuckern aus dem Hafen und an der Küste entlang nach Ireon. Da dort niemand zusteigen will, geht es gleich wieder weiter. Vassilis sitzt gelassen hinter dem Steuerruder, raucht sein Pfeifchen und das Radio dudelt vor sich hin.

Nach einer Weile verschwindet er in der Kajüte und kommt mit einem Teller mit Gurken- und Tomatenstücken und einer Kanne voll eiskaltem Ouzo wieder zum Vorschein. Während er die Leckereien an seine Fahrgäste verteilt, nimmt er auch gleich die Bestellung für das Mittagessen auf. Zur Auswahl stehen Fisch oder Fleisch vom Grill.

Wenig später erreichen wir die kleine Insel Samiopoula.
Die „Agia Irini“ von Captain Jannis hat ihre Gäste schon abgesetzt und liegt in der Nähe des Anlegers vor Anker.

Nachdem auch wir angelegt haben und Vassilis uns über die Zeiten für Mittagessen und die Rückfahrt informiert hat, spazieren wir über einen Ziegenpfad zur kleinen, sandigen Badebucht. Wir finden noch ein Plätzchen unter einem Sonnendach und testen erst einmal die Wassertemperatur – herrlich !!!

Um die Mittagszeit nimmt Captain Jannis seine Gäste wieder an Bord und tuckert weiter zum Tsopela-Strand. Wir 5 von Vassili´s Boot sind plötzlich allein am Strand und wir fühlen uns wie im Paradies.

Zur abgemachten Zeit treffen wir uns in der kleinen Taverne oben auf dem Hügel. Vassilis steht bereits am Grill und seine (über 80-jährige) Mutter werkelt in der Küche. Es gibt Koteletts oder ganze Fische vom Grill, Bauernsalat mit eigenem (!) Ziegenkäse, Tsatsiki, Brot und zum Nachtisch leckere Wassermelonen-Stücke.

Satt und zufrieden verdösen wir den Nachmittag am Strand, bis wir wieder aufs Boot klettern und uns auf den Heimweg machen. Jetzt verwöhnt Vassilis uns mit süßem Samos-Wein und mit Zimt bestreuten Apfelschnitzen. Schwungvoll legt er wenig später wieder im Hafen von Pythagorion an.

Am Abend überrascht uns unsere Stamm-Taverne, das „Varka“ mit Live-Musik: Ein Gitarre- und ein Bouzoukispieler geben zusammen mit einer wirklich guten Sängerin griechische Klassiker zum Besten. Ein krönender Abschluss für einen wunderschönen Tag…

7. Tag:

Nach dem Frühstück bummeln wir aus dem Ort hinaus, vorbei an der Feuerwehr, die mit ihren Fahrzeugen einem deutschen Feuerwehrmuseum gleicht, besuchen die römischen Thermen und das Volkskundemuseum im Doryssa Bay Village. Zurück nehmen wir den schönen Uferweg. Den Nachmittag verbringen wir im schattigen Hotelgärtchen bei Kaffee und vielen Runden „Triomino“.

8. Tag:

Wir vertrödeln den Tag in Pythagorion und im Hotelgärtchen, bevor das Taxi uns wieder zum Flughafen bringt und wir uns von Samos verabschieden müssen…

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