4. Tag: Unterwegs an der Nordküste

Nachdem wir uns mit Ulrikes umfangreichem Frühstück gestärkt haben, machen wir uns über Chora und Mytillinii auf zur Nordküste.

Im letzten Jahrhatten wir den Einstieg für den Pfad zum Wasserfall von Ambelos nicht gefunden, also wollen wir es dieses Jahr noch einmal versuchen.

Wir vermuten schon, daß der Bach, der den Wasserfall speist, im September wohl kein Wasser mehr führen wird, der Weg durch den Wald, der gut präpariert und gepflegt ist, ist aber einen Spaziergang auf jeden Fall wert. Das Holzschild zum Wasserfall am Westrand des Ortes ist eigentlich nicht zu übersehen. Nach etwa 30 Minuten Gehzeit überqueren wir auf einer aus dicken Ästen gezimmerten Holzbrücke ein Rinnsal und erreichen bald darauf eine kleine Lichtung, die von einer geschätzen 6 Meter hohen Felswand begrenzt wird. Im Frühjahr stürzt hier der Bach hinunter, jetzt ist aber sogar das Moos am Felsen völlig ausgetrocknet.

Zurück in Ambelos besteigen wir wieder unseren kleinen Spark und fahren weiter nach Stavrinides. Das Dorf selbst bietet wenig, dafür die Taverne „Irida“ leckere Hausmannskost und ich muß ein weiteres Mal die Dorfhühner loben, die die Eier für das köstliche „Special Omelette“ bereitgestellt haben. Die Blumendekoration der Taverne hat einen wunderschönen Segelfalter angelockt und so verbringe ich noch einige Zeit damit, ihn zu knipsen.

Da wir gerade in der Gegend sind, schauen wir uns auf dem Rückweg noch Ano Agios Konstantinos mit der meistfotografierten Kapelle auf Samos an. Natürlich entgeht das Kirchlein auch unseren Kamerasensoren nicht. :-)

Unterwegs überkommt uns Kaffeedurst und da wir kurz vor der Abzweigung nach Vourliotes sind, beschließen wir, zur Quelle Pnaka mit der lauschigen Taverne zu fahren.
Frisch gestärkt haben wir noch keine Lust zurückzufahren und wandern statt dessen den Berg hinunter zur unscheinbaren Kapelle Agia Matrona, die im Inneren mit recht gut erhaltenen Fresken aus dem 18. Jahrhundert überrascht. Den Rückweg nach Pnaka, bergauf in der Spätnachmittagshitze, schaffen wir irgendwie und sind dann doch froh, wieder einen fahrbaren Untersatz zu haben, der uns zurück nach Ireon bringt.

Zum Abendessen treffen wir uns mit zwei Frauen aus Hamburg, die mich vor dem Urlaub per Mail kontaktiert hatten, und beschließen wegen allseitiger Sympathie, die Beiden heute noch zu einem Gläschen auf die Platia und in zwei Tagen zu einem Ausflug in den Inselwesten mitzunehmen.

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