3. Tag: Athen-Samos

Proi-proi sagen die Griechen, wenn sie „verflixt früh“ meinen, und um genau diese Zeit verlassen wir das Hotel um zum Flughafen zu fahren.

Wir waren von der Serviceorientiertheit des Hotelpersonals sehr angetan. Schon bei der Ankunft wurde uns Lage, Öffnungszeiten und Eintrittspreise der wichtigesten Sehenswürdigkeiten erklärt. Besonders durchdacht fand ich aber das Mail zwei Tage vor unserer Ankunft, in dem die Anreisemöglichkeiten per Metro, Expressbus und Taxi aufgelistet wurden, verbunden mit dem Hinweis, daß in der Metro mit Taschendieben zu rechnen sei. Ein sehr guter Tipp…

Als wir in der Metrostation Monastiraki ankommen, drücken zwei junge Männer ihre Kippen aus und folgen uns in Richtung Rolltreppe. Ich bin normalerweise nicht paranoid, aber das kommt mir doch etwas komisch vor. Auf der Rolltreppe drehe ich mich dann zu Susanne um, die hinter mir steht und sehe, daß der eine junge Kerl mit der Nasenspitze fast an Susannes Rucksack klebt und möglicherweise bereits mit den Fingern am Verschluß zugange ist. Da mir vor Schreck nichts Intelligenteres einfällt, frage ich „Öhhmmm… Are you o.k. ?“, worauf der Knabe mich ausdruckslos anschaut und samt seinem Kumpel an uns vorbei die Rolltreppe hinunterläuft. Puuuh, weiche Knie…

Die Metrofahrt zum Flughafen verläuft glücklicherweise ebenso problemlos, wie der Flug nach Samos. Wir starten pünktlich und haben wohl kräftigen Rückenwind, so daß wir sogar 15 Minuten zu früh auf der Insel ankommen. Ein paar Minuten später ist auch Sandy mit unserem Mietwagen da und wir können uns auf den Weg nach Ireon machen.

So früh ist unser Zimmer natürlich noch nicht fertig und so fahren wir nach einem ausgiebigen Frühstück nach Pythagorion, mit der Absicht, uns das neu eröffnete archäologische Museum anzuschauen. Nanu, das Tor ist zu und mit einem Vorhängeschloß gesichert !? Ach, na klar.. Griechische Museen und deutsche Friseure haben etwas gemeinsam, nämlich montags geschlossen. ;-)

Dafür ist aber die Logothetis Burg geöffnet, in der seit dieser Saison eine Ausstellung zur Geschichte der Anlage zu sehen ist. Schön renoviert, interessante Ausstellung, WC nur für Mitarbeiter…

Es ist ganz schön heiß hier und so beschließen wir, an den Psili Ammos Strand weiterzufahren. Wir ergattern mit Mühe noch einen Parkplatz und machen es uns am Strand gemütlich.
Falls es stimmt, daß die Urlauberzahlen auf Samos zurückgegangen sind, sind heute anscheinend alle Touristen am Psili Ammos. Ganz nett was los hier, oder bin ich nur von den letzten beiden Besuchen zu Saisonbeginn verwöhnt ?

Auf dem Rückweg besuchen wir noch D.W., die vor zwei Jahren die Schweizer Berge gegen dem Pountes-Hügel ausserhalb von Pythagorion getauscht hat und mir netterweise immer wieder Bilder für die Trauminsel-Seite zur Verfügung stellt. Nachdem wir lange Zeit nur Mails ausgetauscht haben, lernen wir uns endlich persönlich kennen und ich kann mich gebührend für die engagierte „Mitarbeit“ bedanken.

Abends zieht es uns natürlich ins „Agkira“, wo wir uns schon an einem Tisch niederlassen wollen, als Manolis herbeieilt und uns erklärt, daß alles reserviert ist. Nur im Innenraum hat er noch einen einzigen Tisch für uns frei. Na, da hat sich die Qualität meiner Lieblingstaverne ja ganz schön herumgesprochen. Ich verspreche Manolis, daß ich keine Werbung mehr für ihn machen werde ;-) und reserviere gleich mal für die nächsten Abende.

Anschließend ziehen wir in die Anemos Bar um, wo wir uns zum traditionellen Willkommenstreffen verabredet haben. Der Abend wird lang und lustig…

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