2012 – Fünfter Tag

Der heutige Tag beginnt mit dem Sonnenaufgang. Das ist ja ganz oft so, aber heute wird er von mir fotografiert.

Nach dem Frühstück machen wir uns dann auf in den „Wilden Westen“ der Insel.  Über Lekka fahren wir nach Kastanea und füllen unsere Wasserflaschen an der Quelle im Waschhaus. Auf dem Dorfplatz ist viel Betrieb, die Weinlese ist in vollem Gange und immer wieder halten mit Traubenkisten beladene Pickups, deren Fahrer sich ebenfalls nach kühlem Quellwasser oder einem Elleniko im kleinen Kafenion sehnen.
Einer der Fahrer drück Erik eine große Traube in die Hand und bedeutet ihm, er soll sie waschen und dann essen und meine Reisebegleiter staunen mal wieder über die Freundlichkeit der Inselbevölkerung.

We cannot display this gallery We cannot display this gallery

Weiter geht es, mit vielen Fotostopps, durch Marathokambos, Votsalakia und Kallithea nach Drakei. Dort parken wir wie immer beim Feuerwehrauto, enttäuschen ein weiteres Mal den Dorfpriester und seine Frau, die uns in ihre Taverne locken möchten und klettern die steile Treppe zur Terrasse von Kostas Taverna hoch. Seitdem nach Stamatis‘ Tod Sohn und Schwiegertochter das Lokal führen, gibt es eine kleine Speisekarte und wir wählen Spezialomelette, Feta aus dem Ofen, Kaninchen und Ziege. Wie immer ist alles, was die „Mama“ in der kleinen Küche zaubert unwahrscheinlich lecker.

We cannot display this gallery

Der Rückweg führt uns über die Beton- und Schotterpiste zu den Kaikiwerften von Agios Isidoros. Wir finden ein irgendwie sympathisches und fotogenes Chaos vor: Überall liegen duftende Kiefernbretter ungeordnet herum, die irgendwann mal Schiffsplanken werden sollen. Dazwischen die mit orangefarbigem Holzschutz angestrichenen Spantengerippe und halbfertige Kaikis in verschiedenen Stadien des Baufortschritts.
Nach einem Rundgang setzen wir uns auf den kleinen Schiffsanleger und lassen die Füße ins Wasser baumeln.

We cannot display this gallery We cannot display this gallery

Die Abzweigung zum Strand von Varsamos verfehlen wir irgendwie, also rumpeln wir die Schotterpiste ganz hoch bis zur Hauptstraße und beschliessen spontan, heute am Potami Strand zu baden und gleich bis zum Sonnenuntergang zu bleiben.

Der meint es heute mit uns Fotografen besonders gut. Im richtigen Moment kommt eine Fähre angedampft und sorgt für interessante Bilder.

We cannot display this gallery

Nach Sonnenuntergang üben wir uns noch ein wenig in Langzeitbelichtung, allerdings macht das mit zwischen Felsen geklemmter Kamera als Stativersatz nicht so richtig Spaß. Mit meinen Ergebnissen bin ich für den ersten Versuch aber trotzdem ziemlich zufrieden.

Das war ein rundum schöner und ereignisreicher Tag, so wie eigentlich jeder Urlaubstag auf Samos.

Morgen ziehen wir in unser neues Urlaubsdomizil in der Nähe von Ireon um, wo wir die zwei Nächte bis zum Rückflug verbringen werden.
Hoffentlich klappt es auch dort mit der Internetverbindung, sonst kommen die letzten Tagebucheinträge leider erst von zu Hause aus.

 

4 Antworten auf „2012 – Fünfter Tag“

  1. Da warst Du aber fleissig bei der Hitze. Du hättest Dir ruhig für die Woche das
    Stativ ausleihen können!

  2. Danke für das Angebot Ciccia, aber das kleine Stativ musste ja nach Samos umziehen, weil es die große Kamera nicht tragen konnte. :-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.