2012 – Dritter Tag

Die griechische Sonne hat es sich überlegt und brennt nun wieder so heiss, wie sich das im August eben gehört.

Wir schwitzen daher ganz ordentlich, als wir nach dem Frühstück durch Kokkari strolchen. Sophia und Erik auf der Suche nach einem adäquaten Inselerkundungsmotorrad und ich versuche das von meiner Tochter bestellte Urlaubsmitbringsel, ein Kleid mit Fischmotiven drauf, möglichst in blau, irgendwo aufzutreiben. Die Sache mit dem Motorrad erweist sich als deutlich einfacher…

Anschließend verwerfen wir den Plan, von Palaeo Karlovassi zur Agios Antonios Höhlenkapelle zu wandern und lassen dafür unseren kleinen Jeep über Konteika nach Platanos kurven.

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Auf einen Rundgang durchs Dorf verzichten wir, da uns eher nach kühlen Getränken ist, die wir auf der Aussichtsterrasse der winzigen Taverne am Ortsende dann auch finden. Die Griechin am Nachbartisch lobt das Moussaka in den höchsten Tönen und die jungen Wirtsleute sind supernett, bestimmt lohnt es sich, das Lokal mal etwas eingehender zu „testen“. Heute zieht es uns aber nach Pefkos und mit einer Flasche kühlem Quellwasser aus Platanos, die uns der Wirt netterweise noch abgefüllt hat, nehmen wir die Serpentinen zur Inselhauptstraße unter die Räder.

Die Gegend zwischen Koumeika und Skoureika ist eine meiner Lieblingslandschaften auf der Insel und findet mit Pefkos und dem Bella Vista einen kulinarischen Höhepunkt. Leider habe ich von mehreren Urlaubern erfahren, dass sie dort dieses Jahr vor verschlossenen Türen standen und die Ouzeri allerhöchstens im August geöffnet sein wird. Harte Zeiten für eine sehr, sehr abgelegene Taverne in Griechenland…
Als wir ankommen, lässt mich der leere Parkplatz schon ahnen, dass das Bella Viste nach wie vor geschlossen ist. Der Blick über die Terrassen und durch das Fenster des Gastraumes macht dann traurig: Alles leer und die Tische und Stühle sind in Gruppen gestapelt, wie sie im letzten Herbst aufgeräumt wurden. Hoffentlich berappeln sich die Wirtsleute wieder, so daß es in besseren Zeiten weiter gehen kann.*

Da der Hunger nicht allzu groß ist, verbringen wir den Nachmittag am Strand, bevor wir über Karlovassi wieder zurück nach Ambelos fahren.

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Abends noch eine Tour nach Kokkari, um das bestellte Motorrad abzuholen und dann nach Stavrinides, um es uns in der Taverne „Irida“ gut gehen zu lassen. Glücklicherweise erweisen sich meine Befürchtungen, dass die Krise auch diese Taverne im „hinterletzten“ Bergdorf zum Aufgeben gezwungen hat, als völlig unbegründet. Neben einigen Dorfleuten haben auch erfreulich viele Urlauber die vielen Serpentinen im Dunkeln auf sich genommen, um sich von Katerina und ihrer Familie verwöhnen zu lassen.

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Katerina freut sich wie immer, dass ich unser Essen auf Griechisch bestelle und honoriert das mit einem Schwall Erklärungen, welche Zutat wer im Ort produziert hat, von denen ich leider nur einen Bruchteil verstehe und einem Karäffchen süßen Moscato aus dem Dorf zum Abschluss.

*Inzwischen habe ich erfahren, dass die Familie, die das Bella Vista betrieben hat, nach Belgien umgezogen ist.

 

 

 

 

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